Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland



 


Notizen: Wikipedia 2018:
Tuttlingen ist eine Stadt im Süden Baden-Württembergs. Sie ist die Kreisstadt und größte Stadt des Landkreises Tuttlingen sowie ein Mittelzentrum innerhalb der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, zu dessen Mittelbereich alle 36 Städte und Gemeinden des Landkreises gehören. Seit dem 1. April 1956 ist Tuttlingen eine Große Kreisstadt. Die nächstgrößere Stadt Villingen-Schwenningen liegt etwa 30 Kilometer nordwestlich von Tuttlingen.
Aufgrund der fast 600 ansässigen Unternehmen im Bereich Medizintechnik wird Tuttlingen oft als „Welthauptstadt der Medizintechnik“ bezeichnet.
Geschichte:
Auf dem Gebiet der heutigen Tuttlinger Altstadt befand sich zu römischer Zeit vermutlich ein Kastell. Wegen der heutzutage dichten Besiedlung des Gebiets wurde von Ausgrabungen bisher abgesehen, sodass recht wenig über das Tuttlinger Kastell bekannt ist.
Im Mittelalter fand Tuttlingen erstmals 797 Erwähnung und gehörte kurze Zeit später zum Kloster Reichenau. Der Ort erhielt vor 1338 das Stadtrecht und gehörte seit 1376/77 zu Württemberg.
Mit dem Bau der Festungsanlage auf dem Honberg wurde Tuttlingen von Eberhard im Bart um 1460 zu einer Grenzfestung ersten Ranges ausgebaut.
Als befestigter südlicher Außenposten Württembergs war es im Dreißigjährigen Krieg stets umkämpft, Hauptereignis war am 24. November 1643 die Schlacht bei Tuttlingen, bei der die gesamte französische Armee von den vereinigten kaiserlich-bayerischen Truppen unter Melchior Graf von Hatzfeldt, Franz von Mercy und Johann von Werth aufgerieben wurde.
1703 überquerte eine rund 35.000 Mann starke französische Armee während des Spanischen Erbfolgekrieges unter Marschall Villars erneut den Rhein, nahm die Festung Kehl ein und wandte sich schließlich gegen das Kinzigtal. Hier standen gerade einmal 4000 Verteidiger des schwäbischen Reichskreises unter dem Kommando Prosper Ferdinands von Fürstenberg-Stühlingen. Dieser erkannte die aussichtslose Lage und konnte sich mit Glück nach Wolfach zurückziehen. Gengenbach, Zell am Harmersbach und Haslach wurde von den Franzosen eingenommen, Hausach dem Erdboden gleichgemacht. Die Wolfacher hingegen hatten Glück. Villars ließ seine Armee nach einigem Zögern in südlicher Richtung durch das Gutachtal nach Villingen abmarschieren. Dort misslang ihm am 4. und 5. Mai ein Handstreich auf die nur unzulänglich befestigte Stadt. Am 12. Mai traf er in Tuttlingen mit den Bayrischen Truppen unter Kurfürst Maximilian II. Emanuel zusammen. Noch im selben Jahr schlugen sie gemeinsam die kaiserlichen Truppen in der ersten Schlacht von Höchstädt.
Tuttlingen war schon früh Sitz eines Obervogteiamtes und wurde 1755 Sitz eines württembergischen Oberamtes, das im Laufe seiner Geschichte mehrmals verändert wurde.
Am 1. November 1803 brannte Tuttlingen innerhalb der Stadtmauern vollständig ab. Die Stadt wurde ab 1804 nach einem Plan des Landbaumeisters Carl Leonard von Uber mit klassizistisch rechtwinkligen Straßen und quadratisch angelegten Häuserquartieren neu erbaut.
Durch die Rheinbundakte vom 12. Juli 1806 fiel Tuttlingen zusammen mit dem Teil des Oberamts Tuttlingen auf der rechten Seite der Donau an das Großherzogtum Baden. Dieses Gebiet wurde jedoch noch im Oktober desselben Jahres über den Tausch- und Epurationsvertrag wieder dem Königreich Württemberg angegliedert. 1830 wurden die beiden württembergischen Exklaven innerhalb Badens, Bruderhof (267 ha) und Hohentwiel (116 ha), der Tuttlinger Stadtflur zugeordnet und gehörten ab 1851 als Teilgemeinden zur Stadt Tuttlingen. Dieser Zustand blieb bis Ende 1968 erhalten (siehe hierzu Württembergische Exklaven). Für die spätere industrielle Entwicklung hatte der Anschluss der Stadt an das Streckennetz der Württembergische Eisenbahn 1869 entscheidende Bedeutung. Der damalige Tuttlinger Bahnhof wurde 1933 durch einen Neubau ersetzt.
1924 wurde das Oberamt Tuttlingen in den Landkreis Tuttlingen überführt, der 1938 um den aufgelösten Landkreis Spaichingen vergrößert wurde. Während des Zweiten Weltkriegs befanden sich in Tuttlingen Kriegsgefangenenlager und Zwangsarbeiterlager, in denen Arbeitskräfte, die der Industrie vor Ort zwangszugewiesen waren, untergebracht worden waren. Im Februar und März 1945 erlebte Tuttlingen insgesamt fünf Luftangriffe, von denen vier überwiegend dem Bahnhof galten. Am 21. April 1945 besetzten Teile der französischen 1. Armee die Stadt. Damit wurde Tuttlingen Teil der Französischen Besatzungszone. Eisenbahnbrücken wurden gesprengt und bis 1952 war das Kriegsgefangenenlager „Mühlau“, das „Depot de transit N°2“, für Hunderttausende deutsche Kriegsgefangene Durchgangs- und Entlassungslager der französischen Besatzungszone. Heute stehen auf diesem Gelände das Immanuel-Kant-Gymnasium und das Otto-Hahn-Gymnasium.
1945 kam Tuttlingen zum Land Württemberg-Hohenzollern, 1952 zum neu gegründeten Land Baden-Württemberg und dort in den Regierungsbezirk Südwürttemberg-Hohenzollern.
Bereits 1949 hatte die Einwohnerzahl die 20.000 überschritten, daher erklärte man schon mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 Tuttlingen zur Großen Kreisstadt. Die beiden Tuttlinger Exklaven Bruderhof und Hohentwiel sind 1967 bzw. Anfang 1969 in die Stadt Singen (Hohentwiel) eingegliedert worden. Bei der Kreisreform 1973 erhielt der Landkreis Tuttlingen seine heutige Ausdehnung, was die Einwohnerzahl um ein Drittel und die Fläche auf das Dreifache steigen ließ – gleichzeitig wurde er dem Regierungsbezirk Freiburg zugeordnet.

OpenStreetMap

Ort : Geographische Breite: 47.9864947, Geographische Länge: 8.8184166


Geburt

Treffer 1 bis 20 von 20

   Nachname, Taufnamen    Geburt    Personen-Kennung 
1 Bauder, Maria Ursula  23 Jan 1776Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I234829
2 Biedermann, Catharina  24 Aug 1567Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231216
3 Braun, Caspar  Jul 1614Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I146520
4 Braun, Georg  27 Feb 1597Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I234908
5 Braun, Ottilia  um 1647Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I146511
6 Erfle, Johannes Augustin  17 Apr 1809Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I71376
7 Fischer, Agatha - wife of  um 1636Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231201
8 Fischer, Margaretha  15 Mrz 1661Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231199
9 Fischer, Michael  Mai 1632Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231200
10 Graf, Johann Jakob  20 Okt 1802Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I234809
11 Graf, Johannes Christoph  1 Apr 1778Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I234828
12 Haas, Hans  geschätzt 1655Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I222024
13 Haas, Mathias  geschätzt 1625Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I222027
14 Irion, Johannes  4 Feb 1682Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231183
15 Irion, Thomas  1558Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231215
16 Iron, Christian  24 Aug 1628Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231206
17 Koch, Maria  Sep 1618Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231393
18 Kohler, Jacob Friedrich  1 Dez 1864Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I183399
19 Lang, Johann Georg  um 1801Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I202725
20 Zink, Wilhelm  27 Mai 1768Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I65244

Getauft

Treffer 1 bis 3 von 3

   Nachname, Taufnamen    Getauft    Personen-Kennung 
1 Fischer, Margaretha  19 Mrz 1661Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231199
2 Graf, Johannes Christoph  2 Apr 1778Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I234828
3 Irion, Johannes  3 Aug 1682Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231183

Gestorben

Treffer 1 bis 10 von 10

   Nachname, Taufnamen    Gestorben    Personen-Kennung 
1 Braun, Caspar  2 Sep 1682Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I146520
2 Braun, Georg  27 Aug 1674Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I234908
3 Fischer, Anna - wife of  1676Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231203
4 Fischer, Jacob  Mrz 1666Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231202
5 Fischer, Michael  13 Aug 1686Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231200
6 Grumm, Anna Maria  30 Dez 1666Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231207
7 Irion, Christian  1 Okt 1728Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231198
8 Iron, Christian  17 Okt 1668Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231206
9 Koch, Maria  19 Jan 1681Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231393
10 Mendler, Maria  3 Jan 1668Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I234909

Beruf

Treffer 1 bis 1 von 1

   Nachname, Taufnamen    Beruf    Personen-Kennung 
1 Fischer, Michael  Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland I231200

Verheiratet

Treffer 1 bis 7 von 7

   Familie    Verheiratet    Familien-Kennung 
1 Braun / Koch  um 1646Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland F47989
2 Graf / Bauder  14 Okt 1801Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland F80906
3 Graf / Haug  2 Nov 1774Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland F80907
4 Irion / Bentzing  5 Mai 1619Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland F79371
5 Irion / Biedermann  23 Okt 1587Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland F79374
6 Irion / Fischer  4 Nov 1679Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland F79365
7 Iron / Grumm  21 Nov 1651Tuttlingen, Kreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland F79369