Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland



 


Notizen: Wikipedia 2020:
Herrenberg ist eine Stadt in der Mitte Baden-Württembergs, etwa 30 km südwestlich von Stuttgart und 20 km westlich von Tübingen. Sie ist die nach Einwohnerzahl viertgrößte, flächenmäßig größte Stadt des Landkreises Böblingen und bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Seit dem 1. Januar 1974 ist Herrenberg eine Große Kreisstadt. Mit den Gemeinden Deckenpfronn und Nufringen ist die Stadt Herrenberg eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen.
Geschichte:
Herrenberg entstand aus den Weilern Mühlhausen und Raistingen, die mit der Stadtgründung im 13. Jahrhundert in der Stadt Herrenberg aufgingen. Markgraf Heinrich von Ronsberg schenkte 1182 große Güter um Altingen und Herrenberg dem Kloster Ottobeuren. Pfalzgraf Rudolf von Tübingen urkundete 1228 auf „castrum nostrum herrenberc“. Um 1245 wurde Herrenberg unter Rudolf III. von Tübingen Herrschaftssitz der Pfalzgrafen von Tübingen, die auch „Scheerer“ genannt wurden. Das älteste bekannte Siegel der Bürger Herrenbergs stammt aus dem Jahr 1278. Um 1276 wurde mit dem Bau der Stiftskirche begonnen. 1314 wurde der heutige Ortsteil Oberjesingen erstmals urkundlich erwähnt. Die Pfalzgrafen Rudolf IV. und Konrad I. teilten die Grafschaft Herrenberg im Jahr 1334 in zwei Teile, wobei die Stadt zunächst noch in gemeinsamem Besitz blieb, bevor 1347 die untere Stadt und hintere Burg an Rudolf, die obere Stadt und vordere Burg an Konrad gingen. Nach dem Tod von Rudolfs kinderlosem Sohn Ulrich in der Schlacht bei Reutlingen 1377 herrschte Konrad wieder allein über die Herrschaft Herrenberg, verpfändete jedoch bereits 1379 einen Teil an die Grafen von Württemberg, die 1382 die gesamte Herrschaft erwarben und sie zum Sitz eines Amtes machten.
Im Nürtinger Vertrag von 1442, der Württemberg unter Ludwig I. und Ulrich V. aufteilte, kam Herrenberg zur Uracher Linie von Graf Ludwig, bis zur Wiedervereinigung Württembergs 1482. Beim ersten großen Stadtbrand 1466 brannte Herrenberg fast vollständig nieder und wurde danach wieder neu aufgebaut. 1503 wurde das Herrenberger Stadtrecht erneuert.
Nach der Vertreibung von Herzog Ulrich ergab sich die Stadt 1519 dem Schwäbischen Bund. Am 5. März 1525 eroberte Ulrich die Stadt zunächst zurück, bevor sie am 17. März 1525 wieder von Truppen des Schwäbischen Bundes besetzt wurde. Im Bauernkrieg wurde die Stadt im Mai 1525 von Bauern erstürmt und geplündert. Die heftige Gegenwehr der Bürger gegen die Bauern bewog den Schwäbischen Bund, von der Bestrafung u. a. mit dem Verlust der städtischen Rechte wegen der Ergebung an Ulrich abzusehen. Nachdem Herzog Ulrich im Jahr 1534 Württemberg zurückgewonnen hatte, führte er dort, und damit auch in Herrenberg, die Reformation ein. Zu jener Zeit gab es häufige Pest-Epidemien, die auch in Herrenberg zahlreiche Tote forderten. Herzog Christoph wich 1551 wegen der Pest mit seinem Hofstaat von Stuttgart nach Herrenberg aus, auch die Universität Tübingen suchte zwischen 1554 und 1556 und erneut 1594 und 1610 mit mehreren Fakultäten in Herrenberg Zuflucht vor der Pest.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1635 durch den zweiten großen Stadtbrand fast ganz zerstört. 280 Häuser fielen der Katastrophe zum Opfer. Danach wurde die Altstadt Herrenbergs so aufgebaut, wie sie sich heute noch in einer einheitlichen, geschlossenen Form präsentiert. Obwohl 1635 ein ausgesprochenes Pestjahr mit 421 Toten in Herrenberg war, nahmen zwei Fakultäten der Tübinger Universität von 1635 bis 1641 erneut ihr Ausweichquartier in der Stadt.
In den Kriegen des späten 17. Jahrhunderts wurde Herrenberg 1688 von Franzosen besetzt. Nach der Zerstörung Calws durch die Franzosen flohen die meisten Einwohner Herrenbergs zeitweilig aus der Stadt.
Das seit 1758 bestehende Oberamt Herrenberg wurde nach der Gründung des Königreichs Württemberg in mehreren Schritten nach Süden vergrößert. 1810 wurde das Oberamt der Landvogtei am Mittleren Neckar unterstellt, 1814 wurde ein Hofkameralamt eingerichtet und 1818 das Oberamt Herrenberg dem Schwarzwaldkreis unterstellt.
Unterdessen wurde 1807 das Schloss an einen Herrenberger Bürger „auf den Abbruch“ verkauft, der ehemalige Pulverturm des Schlosses wurde 1880 zum Aussichtsturm umgebaut. Nach 1820 wurden die Tor- und Mauertürme abgebrochen, ein erster genauer Stadtplan erstellt und verschiedene Schulen erbaut. Viele ehemals herrschaftliche Bauten kamen in öffentlichen oder Privatbesitz. 1841 erwarb die Gemeinde das Rathaus, 1851 den Stiftsfruchtkasten. In den 1860er Jahren wurden außerdem die Zünfte aufgelöst und aus deren Vermögen öffentliche Einrichtungen wie die Feuerwehr bedacht.
1875 erwarb die königliche Eisenbahnverwaltung das alte Hofkameralamt und richtete darin ein Bahn-Baubüro ein. Mit der 1879 eröffneten Gäubahn Stuttgart–Freudenstadt bekam die Stadt eine Bahnverbindung nach Stuttgart, die sich förderlich auf die Ansiedlung von Industrie auswirkte. Die Vollmöllersche Trikotfabrik beim Bahnhof war 1899 das erste Fabrikgebäude in Herrenberg. Von 1906 bis 1910 wurde außerdem die Bahnverbindung von Herrenberg nach Tübingen erbaut.
Bei der Kreisneugliederung während der NS-Zeit in Württemberg wurde das Oberamt Herrenberg 1934 zunächst in Kreis Herrenberg umbenannt und 1938 aufgelöst. Der größte Teil und mit ihm die Stadt Herrenberg kam zum Landkreis Böblingen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Herrenberg Teil der Amerikanischen Besatzungszone und gehörte somit zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging.
Im Rahmen der Gebietsreform überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Herrenberg 1972 die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung mit Wirkung vom 1. Januar 1974 beschloss.
1992 wurde Herrenberg an das Netz der S-Bahn Stuttgart angeschlossen.

OpenStreetMap

Ort : Geographische Breite: 48.5964317, Geographische Länge: 8.8668680


Geburt

Treffer 1 bis 18 von 18

   Nachname, Taufnamen    Geburt    Personen-Kennung 
1 Andler, Anna - wife of  1490Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226300
2 Andler, Anna Magdalena  8 Mai 1618Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226289
3 Andler, Heinrich  1490Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226299
4 Andler, Peter  1590Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226290
5 Andler, Petrus  um 1518Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226295
6 Andler, Simon  1545Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226293
7 Bender, Anna Maria  geschätzt 1803Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I121236
8 Eipperlin, Anna Maria  8 Jul 1713Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I237279
9 Grueninger, Anna  1520Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226296
10 Grueninger, Ottmar  1500Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226297
11 Kuonath, Maria Catharina  21 Mai 1754Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I230271
12 Rühler, Anna  1494Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I221714
13 Schmid, Jacob  15 Sep 1625Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226288
14 Schmid, Johann  29 Apr 1604Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226304
15 Schmid, Maria Barbara  5 Aug 1665Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226287
16 Springer, Catharina  um 1567Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226294
17 Weiß, Johanna  23 Jul 1739Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I237277
18 Weiß, Nicolaus  25 Mrz 1704Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I237278

Gestorben

Treffer 1 bis 14 von 14

   Nachname, Taufnamen    Gestorben    Personen-Kennung 
1 Aichelen, Catharina  28 Okt 1635Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226291
2 Andler, Hans IV.  1506Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226301
3 Andler, Hans III.  1527Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226302
4 Andler, Heinrich  1531Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226299
5 Andler, Peter  1644Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226290
6 Andler, Petrus  1586Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226295
7 Andler, Simon  19 Jan 1634Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226293
8 Eipperlin, Anna Maria  19 Feb 1789Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I237279
9 Fischer, Katharina  21 Aug 1957Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I87665
10 Grueninger, Ottmar  1573Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I226297
11 Reichert, Christoph Eberhard  22 Feb 1896Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I237256
12 Reichert, Johannes  14 Apr 1807Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I237276
13 Rühler, Stephan  nach 1501Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I221715
14 Weiß, Nicolaus  28 Apr 1758Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland I237278

Verheiratet

Treffer 1 bis 3 von 3

   Familie    Verheiratet    Familien-Kennung 
1 Rahm / Spiegel  um 1782Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland F72277
2 Weiß / Eipperlin  21 Nov 1730Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland F82107
3 Widmayer / Weilheimer  1539Herrenberg, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg, Deutschland F74735