Herbolzheim, Kreis Heilbronn, Baden-Württemberg, Deutschland



 


Notizen: Wikipedia 2020:
Herbolzheim (im Ortsdialekt Herwelze) ist ein Dorf in Baden-Württemberg, das seit 1975 zur Stadt Neudenau im Landkreis Heilbronn gehört.
Geschichte:
Die ältesten Siedlungsspuren in Herbolzheim wurden am rechten Ufer der Jagst im Gewann Kirchengärten und längs des Friedhofwegs gefunden. Steinzeitliche und bronzezeitliche Funde weisen jene Stelle als uralten Siedlungsplatz aus. Links der Jagst, im Gewann Eurich wurden hingegen römerzeitliche Mauerreste entdeckt, während die frühmittelalterliche Besiedlung zur Zeit der Franken wieder rechts der Jagst im Bereich des Gassenwegs nachgewiesen ist. Der Ort wurde 863 im Lorscher Codex erstmals als „Heribotesheim“ anlässlich einer umfangreichen Schenkung von Gütern eines Germo an das Kloster Lorsch erwähnt. Die Namensendung auf -heim weist auf eine fränkische Gründung des heutigen Ortes hin, der Name bezeichnet den Ort als Besitz eines Stammesfürsten Heribot.
Vermutlich zur Zeit der Ungarneinfälle im frühen 10. Jahrhundert wurde das Dorf auf der rechten Jagstseite zerstört und aufgegeben. Lediglich der Friedhof und die alte Kirche St. Wendelin blieben auf der rechten Uferseite erhalten. Stattdessen siedelte man danach auf der linken Jagstseite, wo spätestens bis zum Hochmittelalter auf einem Höhenzug die Burg Herbolzheim entstand, auf der die 1268 erstmals erwähnten Herren von Herbolzheim ihren Sitz hatten. Über die Herren von Herbolzheim ist nur wenig bekannt. Das Geschlecht starb wohl bereits im späten 15. Jahrhundert aus, auch die Burg war damals schon zerstört. Unterhalb der Burg entwickelte sich die heutige Besiedlung der Ortsmitte als Burgweiler.
Um 1330 wurde das Dorf mit der Burg an das Hochstift Worms verkauft, ab 1361 war es im Besitz der Mainzer Kurfürsten. Innerhalb von Kurmainz zählte Herbolzheim zum Oberamt Amorbach und darin zum Amt Neudenau. In Herbolzheim bestand bis 1688 eine Kellerei, danach wurde der Ort von Neudenau aus mitverwaltet.
Mit den weiteren kurmainzischen Besitztümern Neudenau und Stein am Kocher kam der Ort in Folge der napoleonischen Kriege 1802 an Graf Wenzel von Leiningen-Heidesheim. 1806 wurden die leiningenschen Besitztümer in das Großherzogtum Baden eingegliedert, doch blieben der Linie Leiningen-Neudenau zahlreiche Güter und Rechte in Herbolzheim. Die grundherrlichen Rechte gingen den Leiningern im Lauf der badischen Revolution 1848 verloren, Besitz am Ort hatte das Haus noch bis 1918.
Innerhalb von Baden gehörte Herbolzheim erst dem Amt Neudenau, später dem Landkreis Mosbach an. Die hohen Abgaben und Kriegslasten führten im 19. Jahrhundert zu großer Armut in Herbolzheim. Erst die Industrialisierung in Heilbronn und Neckarsulm und der Anschluss an die Eisenbahnlinie von Heilbronn nach Osterburken 1869 schufen bessere wirtschaftliche Verhältnisse. Der Bahndamm brachte dem Ort außerdem auch Hochwassersicherheit und damit ein Ende der regelmäßigen Überflutungen durch Jagsthochwasser. Der Aufschwung im späten 19. Jahrhundert führte auch zur (Wieder-)Besiedlung des rechten Jagstufers. 1939 wurden 715 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 788.
Im Zuge der Kreisreform Baden-Württemberg 1973 und der Auflösung des Landkreises Mosbach gelangte Herbolzheim zum Landkreis Heilbronn. Am 1. Januar 1975 erfolgte die Eingemeindung nach Neudenau.
Herbolzheim ist bis in die jüngste Vergangenheit stark landwirtschaftlich geprägt. 2006 ist ein Regelverfahren zur Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft durch ein neues Wege- und Gewässernetz und die Neuordnung und Zusammenlegung des zersplitterten Grundbesitzes in Arbeit. Die Ortschaft ist überwiegend Wohnsiedlung für Pendler der umliegenden Städte und Gemeinden.

OpenStreetMap

Ort : Geographische Breite: 49.2815851, Geographische Länge: 9.2595220


Geburt

Treffer 1 bis 5 von 5

   Nachname, Taufnamen    Geburt    Personen-Kennung 
1 Frey, Johann  4 Sep 1600Herbolzheim, Kreis Heilbronn, Baden-Württemberg, Deutschland I233067
2 Leckgaul, Georg  22 Apr 1613Herbolzheim, Kreis Heilbronn, Baden-Württemberg, Deutschland I217054
3 Pfisterer, Conrad Jacob  1668Herbolzheim, Kreis Heilbronn, Baden-Württemberg, Deutschland I217050
4 Ueber, Georg  um 1655Herbolzheim, Kreis Heilbronn, Baden-Württemberg, Deutschland I217052
5 Ueber, Maria Magdalena  1676Herbolzheim, Kreis Heilbronn, Baden-Württemberg, Deutschland I217051

Gestorben

Treffer 1 bis 3 von 3

   Nachname, Taufnamen    Gestorben    Personen-Kennung 
1 Pfisterer, Conrad Jacob  20 Okt 1732Herbolzheim, Kreis Heilbronn, Baden-Württemberg, Deutschland I217050
2 Pfisterer, Wolfgang Wendelin  14 Mrz 1672Herbolzheim, Kreis Heilbronn, Baden-Württemberg, Deutschland I217060
3 Ueber, Maria Magdalena  24 Jun 1722Herbolzheim, Kreis Heilbronn, Baden-Württemberg, Deutschland I217051

Verheiratet

Treffer 1 bis 4 von 4

   Familie    Verheiratet    Familien-Kennung 
1 Frey / Beir  14 Nov 1599Herbolzheim, Kreis Heilbronn, Baden-Württemberg, Deutschland F80195
2 Pfisterer / Pfisterer  1667Herbolzheim, Kreis Heilbronn, Baden-Württemberg, Deutschland F73078
3 Pfisterer / Ueber  16 Nov 1688Herbolzheim, Kreis Heilbronn, Baden-Württemberg, Deutschland F73073
4 Ueber / Leckgaul  24 Nov 1676Herbolzheim, Kreis Heilbronn, Baden-Württemberg, Deutschland F73074