Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich
Notizen:
Wikipedia 2024:
Wissembourg (deutsch Weißenburg) ist eine französische Kleinstadt mit 7516 Einwohnern (Stand 1. Januar 2021) im Elsass (Europäische Gebietskörperschaft Elsass). Die Stadt ist der Präfektur Bas-Rhin zugeordnet und liegt in der Region Grand Est. Die Stadt Wissembourg ist Mitglied und Sitz des Gemeindeverbandes Pays de Wissembourg.
Im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit war Weißenburg eine selbstständige Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich, auch unter dem Namen Kronweißenburg bekannt.
Geschichte:
Die Gemeinde Weißenburg (lateinisch Weissenburgum, Sebusium, Leucopolis) entwickelte sich aus einer stetig wachsenden Ansiedlung um das im 7. Jahrhundert gegründete Kloster Weißenburg, das bald an Bedeutung gewann. Von 1306 bis 1697 war Weißenburg Reichsstadt. Sie gehörte zum 1354 gegründeten Zehnstädtebund elsässischer Reichsstädte.
Im Jahr 1440 begann der Weißenburger Bürger Eikhart Artzt mit der Niederschrift seiner „cronick“ der Stadt.
Zwischen 1480 und 1503 beschäftigte der Zwist des Klosters mit dem Burgherrn des nahen Berwartstein, Hans von Trotha, nacheinander den Kurfürsten von der Pfalz, Philipp den Aufrichtigen, den römisch-deutschen König und späteren Kaiser Maximilian I. und sogar die Päpste Innozenz VIII. sowie Alexander VI. Höhepunkt der Auseinandersetzung war 1485 die sogenannte Wasserfehde, als Hans von Trotha zunächst Weißenburg das Wasser entzog, indem er die Lauter aufstauen ließ, um dann den Damm einzureißen und der Stadt eine gewaltige Überschwemmung zu bescheren.
1522 wurde die Reformation durch Heinrich Motherer, den Pfarrer der Johanneskirche, und Martin Bucer eingeführt.
Nach dem Westfälischen Frieden 1648 kamen große Teile des Elsass unter französische Herrschaft, ferner wurde Frankreich die Landvogtei über den elsässischen Zehnstädtebund zugesprochen. Jedoch entsandte dieser weiterhin seine Vertreter zum immerwährenden Reichstag nach Regensburg. Mit seiner Reunionspolitik ließ Ludwig XIV. in den Jahren 1673 und 1674 die zehn Städte erobern, ihre Befestigungen schleifen und unterstellte sie der französischen Provinzialverwaltung. Im Frieden von Rijswijk musste Frankreich 1697 alle Eroberungen und Reunionen der vorherigen Kriege außerhalb des Elsass zurückgeben, erhielt damit aber endgültig die Herrschaft über Straßburg und die Dekapolis bestätigt.
Im Ersten Koalitionskrieg befreiten die französischen Revolutionsstreitkräfte 1793 in der Zweiten Schlacht bei Weißenburg die Stadt von der Besatzung durch die Koalition von Österreich, Preußen und anderen.
Mit der Französischen Revolution erfolgte die Einbindung in das moderne Verwaltungs- und Rechtssystem des Landes. Die Stadt Wissembourg war von 1800 bis 2014 Sitz der Unterpräfektur (Sous-préfecture) des Arrondissements Wissembourg im Département Bas-Rhin bzw. der deutschen Kreisdirektion. Seit 1800 ist die Stadt Kantonshauptort; der Kanton wurde im Januar 2015 von 13 auf 44 Gemeinden erweitert.
Die heutigen Ortsteile Altenstadt und Weiler waren nach dem Wiener Kongress zunächst pfälzische Gemeinden im Kanton Bergzabern. Am 5. Juli 1825 wurden sie in der Grenzkonvention zwischen Bayern und Frankreich zusammen mit Ober- und Niedersteinbach von Bayern an Frankreich abgetreten. Weißenburg wurde 1816 Grenzort zur bayerischen Pfalz, zu der seit 1815 auch wieder Landau gehörte. Im Jahr 1861 hatte Weißenburg 5376 Einwohner.
Am 4. August 1870 besiegten in der Schlacht bei Weißenburg preußische Truppen die Franzosen. Zwei gepflegte Denkmäler – eines für die französischen und eines für die deutschen Gefallenen – auf dem Geisberg an der Straße Wissembourg–Riedseltz erinnern an die vielen Gefallenen. Bürger aus Wissembourg kämpften als Soldaten auf französischer Seite.
Mit dem Frieden von Frankfurt (1871) wurden das Elsass (mit Wissembourg) und Teilen Lothringens dem neu gegründeten Deutschen Kaiserreich angegliedert. Vom 28. Juni 1871 bis 1918 war die Stadt Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen. Im September 1871 wurde das Militärgouvernement aufgelöst und die deutsche Verwaltung aufgebaut. Wissembourg wurde Sitz einer Kreisdirektion und Garnisonsort: Das Infanterie-Regiment Nr. 60 wurde nach Kriegsende nicht in die brandenburgische Heimat zurückverlegt, sondern zog in Weißenburg ein. Für das Regiment wurde von 1893 bis 1896 die Neue Kaserne errichtet. Die heute noch erhaltenen Kasernengebäude an der Rue de l’Industrie (?Karte) werden als Wohngebäude genutzt.
Von der überwiegend katholischen Bevölkerung Elsass-Lothringens war die Annexion unter Führung des protestantisch geprägten Preußen mit Skepsis aufgenommen worden. Das gute Verhältnis des Kreisdirektors Joseph Philipp von Stichaner zu den Bürgern und zur Frankreich treuen Führungsschicht des Kreises stellte im ganzen Elsass eine Ausnahme dar. Ende 1886 wurde Stichaner zum Bezirkspräsidenten in Straßburg ernannt.
Ort : Geographische Breite: 49.0371235, Geographische Länge: 7.9444542
Geburt
Treffer 1 bis 11 von 11
Nachname, Taufnamen | Geburt | Personen-Kennung | ||
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1 | Arnold, Sebastian | um 1605 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I102286 |
2 | Deis, Maria Eva | 1804 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I277652 |
3 | Esser, Marie Sophie | 15 Apr 1805 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I214497 |
4 | Fischer, Jacob | um 1763 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I196890 |
5 | Gingelsberger, Johannes | 5 Dez 1654 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I102208 |
6 | Ningel, Johann Jacob | um 1710 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I196365 |
7 | Schäffer, Anna Maria | geschätzt 1739 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I125173 |
8 | Trautmann, Maria Katharina | 11 Feb 1767 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I68592 |
9 | Wentzel, Frederique Elisabeth | 30 Okt 1840 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I214495 |
10 | Wentzel, Jean Frederic | 15 Okt 1807 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I214496 |
11 | Wildt, Johannes | geschätzt 1559 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I102431 |
Tod
Treffer 1 bis 10 von 10
Nachname, Taufnamen | Tod | Personen-Kennung | ||
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1 | Esser, Marie Sophie | 7 Mai 1846 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I214497 |
2 | Fischer, Jacob | 9 Apr 1823 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I196890 |
3 | Frey, Anna Catharina | 16 Jul 1801 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I196891 |
4 | Gemar, Elisabeth | 23 Feb 1919 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I168679 |
5 | Heller, Catherine Marguerite | 29 Jun 1882 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I214491 |
6 | Neidhardt, Sophie Charlotte | 1918 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I185653 |
7 | Schaeffer, Gaspard | 5 Mrz 1819 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I190765 |
8 | Schaeffer, Julie Anna | 13 Sep 1813 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I190766 |
9 | von Gerichten, Johann Jakob | 1823 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I187408 |
10 | Zimpelmann, Judith | 30 Apr 1823 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | I175705 |
Eheschließung
Treffer 1 bis 2 von 2
Familie | Eheschließung | Familien-Kennung | ||
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1 | Walther / Schmidt | um 1790 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | F40886 |
2 | Zimpelmann / Wentzel | 20 Nov 1860 | Weißenburg, Bas-Rhin, Elsaß, Frankreich | F71943 |