Nidda, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland
Notizen:
Wikipedia 2020:
Nidda ist eine Stadt im hessischen Wetteraukreis im Naturraum Unterer Vogelsberg. Ihren Namen verdankt sie dem Fluss Nidda.
Geschichte:
Zwischen 802 und 817 wird Nidda als Nitaha im Codex Eberhardi erstmals urkundlich erwähnt. Spätere Formen des Ortsnamens waren Nithehe (1187), Nitehe (1206) und Nitehehe (1234).
Der Edelfreie Volkold II., vielleicht aber auch schon sein Vater Volkold I. von Malsburg, dem er als Vogt der Reichsabtei Fulda über deren Besitz in der nördlichen Wetterau folgte, erbaute um 1100 eine kreisrunde Wasserburg in Nidda, die den staufischen Kaisern zur Sicherung der vorbeiführenden Handelsstraßen diente. (Sie wurde bald nach 1604, als Nidda an Hessen-Darmstadt fiel, abgerissen und durch ein Renaissanceschloss ersetzt.) Volkold II. verlegte seinen Wohnsitz von der fuldischen Burg Bingenheim nach Nidda und begründete die Familie der Grafen von Nidda.
Im Jahre 1187 übertrug Graf Berthold II. von Nidda die Pfarrei Nidda zusammen mit beträchtlichem Grundbesitz an den Johanniterorden, der danach in Nidda eine Komturei einrichtete. Die dann errichteten Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Ordens bestimmten in den folgenden Jahrhunderten das Bild der Stadt. Im Jahre 1205 erbte Graf Ludwig I. von Ziegenhain die kleine Grafschaft Nidda, da seine Mutter Mechthild, Schwester des ohne männliche Erben verstorbenen letzten Grafen von Nidda, Berthold II., Alleinerbin ihres Bruders gewesen war. Im Jahre 1234 wurde Nidda in einer Urkunde der Grafen Gottfried IV. und Berthold I. von Ziegenhain erstmals als Stadt bezeichnet; 1218 und 1223 wurde der Ort noch als „villa“ bezeichnet.
Von 1258 bis 1311/1333 waren die Grafschaften Ziegenhain und Nidda nach einer Erbteilung wieder voneinander geteilt. Erst 1333 kam es zur erneuten Vereinigung. Graf Johann I. von Ziegenhain heiratete 1311 die Erbtochter Lukardis (Luitgart) des Niddaer Grafen Engelbert I. Dieser starb 1330, und seine Tochter blieb bis 1333 nominelle Regentin. 1333 vereinte dann Johann von Ziegenhain beide Grafschaften in seiner Hand.
Nach dem Aussterben der Grafen von Ziegenhain und Nidda mit dem Tode Johanns II. im Jahre 1450 kam die Grafschaft Nidda in den Besitz der Landgrafen von Hessen. Seitdem ist im Haus Hessen der Titel „Graf von Nidda“ Bestandteil des Familiennamens. Zur Grafschaft Nidda gehörten zu diesem Zeitpunkt das Amt Nidda mit den Gerichten Widdersheim, Rodheim, Ulfa und Wallernhausen, die Herrschaft Lißberg, die Fuldische Mark mit den halben Vogteien Echzell, Berstadt, Dauernheim und Bingenheim (mit Ausnahme des dortigen Schlosses), und die Gerichte Burkhards und Crainfeld. An die romanische Pfarrkirche wurde 1491 ein spätgotischer Kirchturm angebaut, der 2012 umfangreich einschließlich des Dachturms erneuert wurde.
Im Jahre 1821 wurden die Ämter aufgelöst und Nidda wurde Sitz des Landratsbezirks Nidda bzw. ab 1830 des Kreises Nidda und von 1848 bis 1852 des Regierungsbezirks Nidda.

Treffer 1 bis 9 von 9
Nachname, Taufnamen ![]() |
Geburt ![]() |
Personen-Kennung | ||
---|---|---|---|---|
1 | ![]() | 1506 | Nidda, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland | I221116 |
2 | ![]() | um 1534 | Nidda, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland | I218382 |
3 | ![]() | 1500 | Nidda, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland | I218381 |
4 | ![]() | 1570 | Nidda, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland | I218376 |
5 | ![]() | 1460 | Nidda, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland | I218383 |
6 | ![]() | 23 Nov 1608 | Nidda, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland | I218375 |
7 | ![]() | 1658 | Nidda, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland | I92290 |
8 | ![]() | um 1580 | Nidda, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland | I218377 |
9 | ![]() | um 1550 | Nidda, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland | I218378 |
Treffer 1 bis 4 von 4
Nachname, Taufnamen ![]() |
Tod ![]() |
Personen-Kennung | ||
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1 | ![]() | 1520 | Nidda, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland | I221131 |
2 | ![]() | 13 Aug 1635 | Nidda, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland | I218376 |
3 | ![]() | 1589 | Nidda, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland | I218379 |
4 | ![]() | Nov 2019 | Nidda, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland | I260605 |
Treffer 1 bis 2 von 2
Familie ![]() |
Eheschließung ![]() |
Familien-Kennung | ||
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1 | Ringshausen / Ringshausen | vor 1550 | Nidda, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland | F73769 |
2 | Ringshausen / Wotter | 14 Mrz 1604 | Nidda, Wetteraukreis, Hessen, Deutschland | F73766 |