Münstermaifeld, Kreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz, Deutschland
Notizen:
Wikipedia 2024:
Münstermaifeld ist eine Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie liegt auf dem Maifeld und gehört der gleichnamigen Verbandsgemeinde an, die ihren Verwaltungssitz in Polch hat. Münstermaifeld ist gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.
Geschichte:
Das der Eifel vorgelagerte Maifeld, ist fruchtbares Ackerland, das schon früh besiedelt wurde. Archäologische Funde gibt es aus der Steinzeit und der späteren keltischen Besiedelung. Nach der Eroberung Triers durch die Germanen beginnt auch hier die fränkische Besiedlung. Im Umkreis der Martinskirche hat ein fränkischer Friedhof bestanden.
Der ursprüngliche Bau der Martinskirche, der späteren Stiftskirche, geht auf merowingische Zeit, auf die Jahre 573 bis 596 zurück. Sie wurde auf den Fundamenten einer römischen Wachturmanlage errichtet und diente als regionales Zentrum der Christianisierung.
965 erhielt Münstermaifeld das Marktrecht.
Bruno von Lauffen weihte 1103 nachweislich den Vorgängerbau der Stiftskirche St. Martin und St. Severus. Als wichtige Bastion gegen Kurköln war Münstermaifeld für ihn als Erzbischof von Trier interessant. Er galt als geschickter Diplomat und war einflussreicher Berater Kaiser Heinrichs IV. und dessen Nachfolger Heinrichs V. Vermutlich begann er damals damit, den bedeutenden Marktflecken Münstermaifeld mit einer Befestigungsanlage zu versehen. Der nach ihm im Volksmund „Lauffenburg“ benannte „Pulver- oder Eulenturm“ steht heute noch als Teil der damaligen Stadtbefestigung, die nachfolgende Kurfürsten weiter verstärkten.
Unmittelbarer vor dem Westwerk, auf dem heutigen Petersplatz stand die Capella Sancti Petri, eine erstmals 1308 erwähnte Kirche. Während der Bauzeit der Stiftskirche, die sich lange hinzog, diente diese Peterskirche seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts offenbar ersatzweise als Pfarrkirche. Als zentrale kultische Einrichtung wurde sie daher in das erstmals 1278 überlieferte städtische Siegelbild übernommen.
Kurfürst Arnold II. von Isenburg baute die Stadtbefestigung Mitte des 13. Jahrhunderts weiter aus. So ließ er Münstermaifeld ebenso wie Koblenz mit Wällen und teilweise mit einer Mauer umgeben (Monasterium oppidum in Meynevelt circumvallavit, et in parte murari fecit). Trierer Kurfürst Heinrich II. von Finstingen, der Erbauer der Genovevaburg und der Befestigung von Mayen, vollendete die Stadtmauer um 1280 – ebenso wie die Koblenzer Stadtmauer. Die Befestigung stand im Zusammenhang mit dem Bestreben, den Einfluss der Grafen von Virneburg zurückzudrängen, die zu bedeutenden herrschaftlichen Konkurrenten auf dem Maifeld geworden waren.
Heinrich II. von Finstingen verlieh Münstermaifeld am 17. Dezember 1277 die Gerichtshoheit durch die Einrichtung eines vierzehnköpfigen Schöffenstuhls und stellte sie damals, wie eigens betont, Koblenz gleich. Die Urkunde lautet im Auszug: „...dass Wir, Heynrich (von gottis genaden Ertzbischof der Trierischen) allen Gegenwärtigen und Nachkommenden, die diesen brieff sehen oder hören begehren, kund zu sin, daß wir mit vursichtigem beraide und vom rath brafer und guter Leuth vierzehn Schöffen in unserem Schlosse Münster in dem Mayfelt gemacht und gesatzet hain, den wir verliehende sei und wollen, daß sie haben die selbe Freyheit mit all die da haint und sich freuen unsere Schöffen...“. Ein langwieriger Prozess fand mit dieser Beurkundung seinen Abschluss und Münstermaifeld erlangte damit die vollen Rechte einer kurfürstlich-trierischen Stadt. Die Nachfolger im Amt bestätigten während ihrer Amtszeit diese Rechte, so am 13. März 1295 Bohemond I. von Warnesberg, am 14. September 1300 Diether von Nassau und am 24. Januar 1309 Balduin von Luxemburg.
Da die Stadtbefestigung jedoch bald nicht mehr den damaligen Anforderungen genügte, erweiterte und verstärkte Kurfürst Balduin von Luxemburg, Bruder Kaiser Heinrichs VII., sie im Rahmen einer geplanten Stadterweiterung nochmals und ergänzte sie mit Türmen. Es ist davon auszugehen, dass diese Arbeiten, die in einer Urkunde aus dem Jahr 1333 oder 1335 Balduin zugeschrieben werden, jedoch bereits 10 bis 15 Jahre vorher abgeschlossen waren. Hiervon zeugt der zu 1323 genannte neue Turm (noua turris Monasterii), der vermutlich mit jenem Turm identisch war, der als Teil der Stadtmauer den Namen Laufenburg trug (domus (…) apud murum sub propugnacolo prope turrim dictam Lawenburg).
Die Bedeutung Balduins für Münstermaifeld spiegelt sich auch darin wider, dass 1926 per Ministerialerlass der damaligen Staatlichen Deutschen Oberschule in Aufbauform die Erlaubnis erteilt wurde, den Namen „Kurfürst-Balduin-Schule“ zu führen. Auch die daran vorbeiführende Straße wurde 1929 nach ihm benannt. Als 1980 die Schule in ein Vollzeitgymnasium umgewandelt wurde, wurde der Name „Kurfürst-Balduin-Gymnasium“ beibehalten. Balduin vollendete das „Münster auf dem Maifeld“ und baute die Stadt an der Grenze zu Kurköln zu einem mächtigen Bollwerk aus.

Geburt
Treffer 1 bis 3 von 3
Nachname, Taufnamen ![]() |
Geburt ![]() |
Personen-Kennung | ||
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1 | ![]() | 1560 | Münstermaifeld, Kreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz, Deutschland | I274184 |
2 | ![]() | 23 Okt 1718 | Münstermaifeld, Kreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz, Deutschland | I274189 |
3 | ![]() | 1646 | Münstermaifeld, Kreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz, Deutschland | I198122 |
Taufe
Treffer 1 bis 2 von 2
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Personen-Kennung | ||
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1 | ![]() | 11 Jun 1608 | Münstermaifeld, Kreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz, Deutschland | I268556 |
2 | ![]() | 25 Okt 1718 | Münstermaifeld, Kreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz, Deutschland | I274189 |
Tod
Treffer 1 bis 1 von 1
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Personen-Kennung | ||
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1 | ![]() | nach 1610 | Münstermaifeld, Kreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz, Deutschland | I274185 |