Gauersheim, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz, Deutschland
Notizen:
Wikipedia 2024:
Gauersheim ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden an.
Geschichte:
Die vor- und frühgeschichtlichen Funde beschränken sich lediglich auf jungsteinzeitliches Werkzeug und römerzeitliche Scherben.
Gauersheim ist eine fränkische Gründung aus dem sechsten oder siebten Jahrhundert, worauf der Ortsname hinweist. Dieser endet – wie bei fränkischen Gründungen typisch – auf -heim, vorangestellt ist der fränkische Vorname Gawirich, was sich mit Heim des Gawirich wiedergeben lässt. Gauersheim gehörte zunächst dem Wormsgau, dann dem Nahegau (Grafschaft) an. Der erste schriftliche Beleg findet sich mit der Schreibung Gouurichesheim in einer Beurkundung einer Schenkung Kaiser Ludwigs des Frommen an das Kloster Prüm in der Eifel und datiert in das Jahr 835. Seit 893 ist Weinbau bezeugt.
Um 1200 waren die Grafen von Leiningen als Lehensträger des Klosters Prüm/Eifel; die Rheingrafen als Lehensträger des Erzbischofs von Mainz und die Bolander mit Rechten und Gütern in Gauersheim ausgestattet. Die ortsansässigen Ritter von Gauersheim werden zwischen 1222 und 1447 in Urkunden erwähnt. Im 14. Jahrhundert und auch noch 1409 hatten die Wildgrafen die Landeshoheit. Danach fiel das Dorf an die Ritter von Oberstein, neben denen sich im Laufe des 15. Jahrhunderts die Ritter Steben von Einselthum etablierten. Das Kloster Otterberg besaß im Ort ein Gut.
Nachdem der kinderlose Friedrich Steben von Einselthum am 12. März 1549 an den Folgen eines Reitunfalls starb, erbte dessen Vetter, Hans IX. von Wallbrunn zu Partenheim, sämtliche Rechte der Steben von Einselthum in Gauersheim. 1614 kauften die Herren von Wallbrunn die Rechte der Obersteiner und erwarben so die Ortsherrschaft, die sie bis Ende des 18. Jahrhunderts innehatten.
Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Region besetzt und nach dem Frieden von Campo Formio (1797) annektiert. Von 1798 bis 1814 gehörte das Dorf zum französischen Departement Donnersberg und war dem Kanton Kirchheim zugeordnet. Bis zu seinem Tod 1805 fungierte der letzte Freiherr von Wallbrunn aus der Partenheimer Linie, der in Gauersheim residierte, als dessen Maire (Bürgermeister). 1815 hatte der Ort insgesamt 488 Einwohner.
Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen und einem Tauschvertrag mit Österreich kam die Region 1816 zum Königreich Bayern. Ab 1818 war die Gemeinde Gauersheim dem Landkommissariat Kirchheim im bayerischen Rheinkreis, später dem Bezirksamt Kirchheimbolanden zugeordnet.
Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Kirchheimbolanden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Gauersheim innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte Gauersheim 1969 in den neu gebildeten Donnersbergkreis; drei Jahre später wurde die Gemeinde in die ebenfalls neu entstandene Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden eingegliedert.

Geburt
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Personen-Kennung | ||
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1 | ![]() | 1704 | Gauersheim, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz, Deutschland | I280231 |
Taufe
Treffer 1 bis 2 von 2
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Personen-Kennung | ||
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1 | ![]() | 8 Jun 1704 | Gauersheim, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz, Deutschland | I280231 |
2 | ![]() | 28 Mrz 1700 | Gauersheim, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz, Deutschland | I280232 |
Tod
Treffer 1 bis 2 von 2
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Personen-Kennung | ||
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1 | ![]() | 29 Aug 1774 | Gauersheim, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz, Deutschland | I280231 |
2 | ![]() | 6 Jan 1759 | Gauersheim, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz, Deutschland | I280232 |
Eheschließung
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Familie ![]() |
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Familien-Kennung | ||
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1 | Hahn / Heilmann | 16 Jul 1726 | Gauersheim, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz, Deutschland | F103169 |