Kriegsgräberstätte, Sologubovka, Tosno, Leningrad, Rußland


Geographische Breite: 59.689011136399195, Geographische Länge: 31.119799375446746
Kriegsgräberstätte

Notizen:
Man verlässt St. Petersburg über den "Platz des Sieges" östlich in Richtung Kirowsk und biegt dort nach Mga ab. Vorbei an dieser Stadt erreicht man Sologubowka und durchquert diesen Ort in Richtung Tosno. Am Ende, nach Überqueren des Flüsschens Mga, zweigt rechts eine Straße ab, die zur Kirche und zum Friedhof führt.
1994 begann der Volksbund mit der Suche nach einem geeigneten Gelände für einen großen Sammelfriedhof. Zahlreiche während des Krieges angelegte deutsche Soldatenfriedhöfe wurden begutachtet. Hier im Ort Sologubowka (Ortsteil Lezje), etwa 70 Kilometer von St. Petersburg entfernt, bot sich ein ausreichend großes Gelände an, zumal es bereits in der direkten Umgebung des heutigen Friedhofes vier kleinere Gräberfelder mit insgesamt 3 200 Toten gab.
Der Volksbund erhielt für den Bau des Friedhofes ein fünf Hektar großes Gelände auf kircheneigenem Grund. Ein russischer Architekt aus St. Petersburg erstellte auf der Grundlage von Vorgaben des Volksbundes die Gestaltungsplanung. Das Projekt gliedert sich in drei Teilbereiche: den Friedhof mit einmal bis zu 80 000 deutschen Kriegstoten als Ort der Erinnerung und Mahnung, einen anschließenden Friedenspark als Symbol für das Heranwachsen des Friedens zwischen den Menschen und die Wiederherstellung einer verfallenen alten russisch-orthodoxen Kirche als versöhnende Geste.
Die Kirche "Mariä Himmelfahrt" wurde 1851 eingeweiht und 1 880 mit einem Glockenturm versehen.
In den zwanziger und dreißiger Jahren ausgeplündert, wurde sie 1937 geschlossen. Während der Kriegsjahre befand sich im Keller der Kirche ein Lazarett für deutsche Soldaten.
Der Volksbund richtete nach der Restaurierung im Gewölbe unter der Kirche einen Gedenk- und Ausstellungsraum mit Schicksalsbeschreibungen von deutschen Kriegsopfern ein. Außerdem sind dort die Namen aller in Russland während des Zweiten Weltkrieges gefallenen, vermissten und in Gefangenschaft verstorbenen deutschen Soldaten dokumentiert. Der Kirchenraum wird in Zukunft wieder den Menschen in Sologubowka als Gotteshaus dienen und den Gästen des Friedhofes zum Gebet und stiller Einkehr geöffnet sein. Mit diesem Projekt setzt der Volksbund ein Zeichen der Versöhnung zwischen den Menschen in Deutschland und in Russland.
Seit 1996 haben auf der neuen Kriegsgräberstätte bereits 54 247 Gefallene aus verschiedenen Grablageorten eine endgültige Ruhestätte erhalten. Bis jetzt wurden die Namen und Daten von 35 348 Toten auf Granitstelen verewigt.
Am 9. September 2000 wurde der Friedhof unter Beteiligung von Angehörigen und der ortsansässigen Bevölkerung der Öffentlichkeit übergeben.
Am 20. September 2003 übergab der Volksbund das vollständig restaurierte Kirchengebäude an die russische Gemeinde.



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1. Friedly, Edmund   Kriegsgräberstätte, Sologubovka, Tosno, Leningrad, Rußland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort I146541 Zimbelmann