Mühlacker, Enzkreis, Baden-Württemberg, Deutschland



 


Notizen: Wikipedia 2017:
Mühlacker ist eine Stadt im Nordwesten Baden-Württembergs, rund zwölf Kilometer nordöstlich von Pforzheim. Sie ist die größte Stadt des Enzkreises und bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Seit der Kreisreform, die am 1. Januar 1973 in Kraft trat, ist Mühlacker die einzige Große Kreisstadt im Enzkreis. Zuvor gehörte Mühlacker zum Landkreis Vaihingen.
Mit der Gemeinde Ötisheim ist die Stadt Mühlacker eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen.
Geschichte:
In der Gegend um Mühlacker gab es nachweislich schon vor über 12.000 Jahren erste Siedlungsplätze. Funde von keltischen und römischen Siedlungsresten bezeugen agrarische Nutzungen und antike Gewerbe (Kalkbrennen). Am Erlenbach ist ein Vicus nachgewiesen und auf der Gemarkung des Stadtteils Enzberg wurde von 2001 bis 2002 eine Villa rustica ausgegraben. Um das Jahr 500 wurden die ansässigen Alemannen von den Franken besiegt und der Enzgau ins Frankenreich integriert.
779 wurde die Siedlung Dürrmenz als Turmenz erstmals urkundlich erwählt. Ab der Mitte des 12. Jahrhunderts sind die Herren von Dürrmenz nachweisbar; sie residierten in der heutigen Burgruine Löffelstelz. 1159–1162 war Ulrich von Dürrmenz Reichskanzler von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, danach bis zu seinem Tode am 26. Dezember 1163 der 39. erwählte Bischof von Speyer. Walter von Lomersheim stiftete 1138 sein Gut Eckenweiher zur Gründung eines Zisterzienserklosters. 1146 und 1147 wurde das Kloster nach Maulbronn verlegt. Die Herren von Enzberg waren im 13. Jahrhundert im Besitz der Untervogtei über dieses Kloster.
Die Siedlung Enzberg wurde 1100 im Codex minor Spirensis erstmals urkundlich erwähnt, als Bischof Johannes von Speyer Enzberg und eine große Anzahl weiterer Orte dem Kloster Sinsheim schenkte.
Die Siedlung Mühlacker wurde erstmals 1292 erwähnt (nach anderen Quellen ist auch eine frühere Nennung möglich, die sich jedoch wahrscheinlich nicht auf die Siedlung Mühlacker bezieht). Im Laufe der folgenden rund 150 Jahren erwarb das Kloster den gesamten Besitz der Ortsherren von Dürrmenz. Mit der Übergabe des Klosters an Herzog Ulrich 1504 wurden die Klosterdörfer Dürrmenz und Mühlacker sowie das unterhalb der Löffelstelz gelegene Untermberg württembergisch. Mühlacker selbst blieb im Laufe seiner Geschichte stets nur ein kleiner Weiler gegenüber dem größeren Nachbardorf Dürrmenz und verschwand sogar zunächst von der politischen Landkarte. Dürrmenz allein blieb als politische Gemeinde bestehen und gehörte zum Oberamt Maulbronn.
Der Dreißigjährige Krieg brachte Not und Elend. 1648 waren von ursprünglich 1242 Einwohnern (1622) noch 50 übrig. Im Pfälzer Erbfolgekrieg (1688–1697) wurde Dürrmenz 1692 von französischen Truppen geplündert. 1699 siedelten sich 500 aus Frankreich vertriebene Waldenser in Dürrmenz an. 1832 wurde Eckenweiher nach Dürrmenz eingegliedert.
Mit der Eröffnung der Württembergischen Westbahn Stuttgart–Bruchsal 1853 begann im Raum Dürrmenz-Mühlacker das Industriezeitalter. Für die Westbahn wäre ein kürzerer Verlauf weiter nördlich durch das Mettertal möglich gewesen. Um den badischen Eisenbahnen einen späteren Anschluss von Pforzheim her zu ermöglichen, wird aber der Umweg über den bis dahin unbedeutenden Eckenweiher Hof gewählt. Nachdem die Gemeinde Dürrmenz ihren Namen nicht für den Bahnhof preisgeben will, wird der alte Name des Weilers Mühlacker für die neue Station verwendet. Als die Bahnstrecke Karlsruhe–Mühlacker dann 1863 gebaut wird, ist Mühlacker Eisenbahnknotenpunkt und gleichzeitig Grenzbahnhof. Als Kuriosität besitzt es noch bis 1930 zwei Bahnhöfe nebeneinander, den größeren Württembergischen Bahnhof und den Badischen Bahnhof. Dieser alte Badische Bahnhof wurde später zurückgebaut, das Gleis 50 des Mühlacker Bahnhofs erinnert noch an seine Lage. Durch den Bahnbau, begünstigt durch den Abbau der Zollschranken zwischen 1819 und 1851 und die Aufhebung des Zunftzwanges (1862) siedeln sich in der Nähe des Bahnhofs Industriebetriebe an. Dadurch wächst Mühlacker rasch an und überflügelt bald den bislang größeren Nachbarort Dürrmenz, so dass sich die Gemeinde Dürrmenz später Dürrmenz-Mühlacker nennt.

OpenStreetMap

Ort : Geographische Breite: 48.948938, Geographische Länge: 8.852424499999984


Geburt

Treffer 1 bis 8 von 8

   Nachname, Taufnamen    Geburt    Personen-Kennung 
1 Adam, Maria  geschätzt 1921Mühlacker, Enzkreis, Baden-Württemberg, Deutschland I80602
2 Fegert, Anna Katharina  um 1644Mühlacker, Enzkreis, Baden-Württemberg, Deutschland I30233
3 Fegert, Lorenz  um 1608Mühlacker, Enzkreis, Baden-Württemberg, Deutschland I30234
4 Fiess, Johann Jakob  8 Okt 1802Mühlacker, Enzkreis, Baden-Württemberg, Deutschland I71032
5 Fiess, Karl Friedrich  23 Jan 1775Mühlacker, Enzkreis, Baden-Württemberg, Deutschland I126167
6 Kopp, Blas  um 1615Mühlacker, Enzkreis, Baden-Württemberg, Deutschland I30236
7 Kopp, Hans Conrad  1 Aug 1677Mühlacker, Enzkreis, Baden-Württemberg, Deutschland I30228
8 Kopp, Hanss Jacob  1647Mühlacker, Enzkreis, Baden-Württemberg, Deutschland I30232

Verheiratet

Treffer 1 bis 1 von 1

   Familie    Verheiratet    Familien-Kennung 
1 Kopp / Fegert  23 Feb 1669Mühlacker, Enzkreis, Baden-Württemberg, Deutschland F10256