Horrheim, Kreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg, Deutschland



 


Notizen: Wikipedia 2020:
Horrheim ist ein Weinbauort im Landkreis Ludwigsburg am Stromberg. Er gehört zur Stadt Vaihingen an der Enz und liegt im Tal der Metter zwischen den Bergspornen von Eselsberg und Baiselsberg.
Geschichte:
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Horrheim im Schenkungsbuch des Klosters Lorsch stammt von 771 n. Chr. Ausgrabungsfunde im Mettertal bei Horrheim weisen jedoch auf mittelsteinzeitliche Lagerstätten (rund 10.000 v. Chr.), auf Ansiedlungen der jungsteinzeitlichen Bandkeramiker (um 4.500 v. Chr.) und der Urnenfelderleute der Spätbronzezeit (1.200–800 v. Chr.) sowie auf römische Niederlassungen und auf eine alemannisch-fränkische Vorgeschichte hin.
Im 12. und 13. Jahrhundert wird mit den „Herren von Horrheim“ ein Ortsadel in Horrheim erwähnt, später zählte Horrheim mit Hohenhaslach weitgehend zum Besitz des edelfreien Belrein von Eselsberg, den die Grafen von Vaihingen erbten und der nach 1364 mit Burg Eselsberg zum Haus Württemberg kam. Anlässlich jenes Besitzerwechsels sowie in weiteren Urkunden des 14. und 15. Jahrhunderts wird Horrheim als Stadt bezeichnet, doch ist von der Verleihung eines Stadtrechts nichts bekannt, so dass die Bezeichnung Stadt wohl nur auf den wehrhaften Charakter des Ortes zurückgeht. Noch heute sind Reste der ehemaligen Befestigungsanlage vorhanden (Ummauerung, Wallgraben, Rundturm, „Zollhäusle“). Innerhalb Württembergs war Horrheim dem Oberamt Vaihingen zugeordnet. Am 1. März 1972 wurde Horrheim in die Stadt Vaihingen an der Enz im Rahmen der damaligen Gebietsreform eingemeindet.
Die Horrheimer werden im Regionaljargon gerne als „Misthäufles-Türken“ bezeichnet. Ursprung ist eine Sage, laut derer zur Zeit der Belagerung von Wien durch die Türken in einer kalten Nacht ein Horrheimer Mauerwächter den Dampf der zur Düngung ausgestreuten Misthaufen für den Rauch der Lagerfeuer einer feindlichen Armee hielt und deshalb den Ort zu den Waffen rief. Erst im Morgengrauen wurde klar, dass die „türkischen Feuer“ nichts als Dunghaufen waren. Als Reaktion darauf nannten die Horrheimer ihren Wein „Türkenblut“, ab 1971 wurde dieser Wein dann aber mit der korrekten Lagenbezeichnung in „Klosterberg“ umbenannt.
Fundamente des Augustiner-Nonnenpriorats zur Heiligen Dreifaltigkeit, das nach der Reformation geräumt und dem Verfall preisgegeben worden war, wurden freigelegt und können am Baiselsberg besichtigt werden. Bei den Grabungen wurden eine große Menge Gebrauchskeramik gefunden, aber auch Fragmente von Glasgefäßen, metallene Gegenstände wie Sicheln, Rebmesser, Meisel, Hacken oder Nägel. Der Baiselsberg, an dessen Fuß Horrheim liegt, ist der höchste Punkt des Stromberg-Gebiets und soll zu frühgeschichtlicher Zeit als heidnischer Opferplatz gedient haben.

OpenStreetMap

Ort : Geographische Breite: 48.9791797, Geographische Länge: 8.9887905


Geburt

Treffer 1 bis 3 von 3

   Nachname, Taufnamen    Geburt    Personen-Kennung 
1 Beckert, Jakob  22 Okt 1822Horrheim, Kreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg, Deutschland I222604
2 Lauber, Christian Gottlieb  18 Okt 1810Horrheim, Kreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg, Deutschland I223342
3 Merker, Johann Georg  1679Horrheim, Kreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg, Deutschland I223360

Gestorben

Treffer 1 bis 1 von 1

   Nachname, Taufnamen    Gestorben    Personen-Kennung 
1 Lauber, Christian Gottlieb  3 Jan 1884Horrheim, Kreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg, Deutschland I223342

Verheiratet

Treffer 1 bis 2 von 2

   Familie    Verheiratet    Familien-Kennung 
1 Beckert / Oehler  29 Apr 1849Horrheim, Kreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg, Deutschland F75773
2 Lauber / Oehler  18 Mai 1841Horrheim, Kreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg, Deutschland F76088